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„Tag der Lebensmittelrettung“ in Bonn am 26. September

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Am Samstag, 26. September 2026, macht die Initiative Foodsharing beim „Tag der Lebensmittelrettung“ in zahlreichen Städten in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf Lebensmittelverschwendung aufmerksam. Auch in Bonn beteiligen sich Ehrenamtliche mit einer öffentlichen Aktion.

Auf dem Platz neben dem Budafokpark, vor der Budapester Straße 7, zeigen Ehrenamtliche gemeinsam mit der Bio-Stadt Bonn und mit Unterstützung durch das Klimaviertel Bonn von 12 bis 15 Uhr eindrucksvoll, wie viele Lebensmittel innerhalb von 24 Stunden in der Tonne landen – wenn sie nicht von Foodsharing-Aktiven gerettet würden: in Supermärkten, Bäckereien und Cafés, Restaurants, Bioläden, Tankstellen und auf Wochenmärkten. Besuchende können sich informieren, mit den Ehrenamtlichen ins Gespräch kommen und erfahren, wie Lebensmittelrettung vor Ort funktioniert. Außerdem informiert die Bio-Stadt Bonn über die Saisonalität von Obst und Gemüse sowie über die Kampagne „Bonn isst gut“ für mehr Lebensmittelwertschätzung.

Die geretteten Lebensmittel stammen aus Betrieben, mit denen der Foodsharing-Bezirk Bonn zusammenarbeitet. Was dabei zusammenkommt, macht sichtbar, welche Mengen genießbarer Lebensmittel täglich vor der Verschwendung bewahrt werden können. Wer möchte, kann bei der Aktion am Samstag direkt gerettete Lebensmittel mitnehmen und zu Hause verwerten. Dafür sollte eine eigene Tasche mitgebracht werden.

Weitere Informationen gibt es unter foodsharing.de/event/52662

Lebensmittel retten und Lebensmittel wertschätzen

„Lebensmittelverschwendung klingt oft abstrakt. Wenn aber Kisten voller geretteter Lebensmittel vor uns stehen, wird sichtbar, was sonst weggeworfen worden wäre. Jedes Lebensmittel steht für Ressourcen, Arbeit und Energie“, sagt Josephine Aengenheyster von Foodsharing Bonn.

Auch vor Ort braucht es gute Rahmenbedingungen für die Lebensmittelrettung. Mit der Bio-Stadt Bonn setzt sich die Bundesstadt Bonn unter anderem gemeinsam mit zahlreichen Partner*innen aus der Zivilgesellschaft, lokalen Initiativen und Organisationen dafür ein, Lebensmittelverschwendung zu reduzieren und die Wertschätzung von Lebensmitteln zu stärken. Die Reduktion von Lebensmittelverschwendung ist ein wichtiger Baustein einer ressourcenschonenden Kreislaufwirtschaft. Mit der Kampagne „Bonn isst gut“ sowie den zweimal jährlich im Stadthaus stattfindenden „Pop-up-Fairteilern“ verbindet die Stadt Bildungs- und Aufklärungsarbeit mit der praktischen Lebensmittelrettung vor Ort und der Weitergabe geretteter Lebensmittel durch Foodsharing.

„Lebensmittelverschwendung zu vermeiden, ist gelebter Klima- und Ressourcenschutz. Der Tag der Lebensmittelrettung macht sichtbar, wie viele wertvolle Lebensmittel täglich bewahrt werden können und wie viel engagierte Menschen vor Ort bereits dafür leisten. Gleichzeitig zeigt er: Lebensmittelwertschätzung beginnt im Alltag jedes Einzelnen“, sagt Dr. Darya Hirsch von der Bio-Stadt Bonn.

Auf Bundesebene fordert die Initiative Foodsharing verbindliche Maßnahmen gegen Lebensmittelverschwendung entlang der gesamten Wertschöpfungskette, einen Wegwerfstopp für noch genießbare Lebensmittel im Handel, mehr Rechtssicherheit für Lebensmittelretter*innen und eine Reform der Handelsnormen. Zudem besteht Handlungsbedarf beim Mindesthaltbarkeitsdatum und bei der Bildung und Aufklärung für mehr Lebensmittelwertschätzung.

Über die Initiative Foodsharing

Foodsharing engagiert sich für einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen und ein nachhaltiges Ernährungssystem. Die Ehrenamtlichen machen auf das globale Problem der Lebensmittelverschwendung aufmerksam. Foodsharing kooperiert als konstruktive, ökologische Organisation mit anderen Umweltorganisationen sowie den Tafeln und steht im Dialog mit Unternehmen, Verwaltungen und Politik.

Seit 2012 rettet die Foodsharing-Bewegung täglich tonnenweise genießbare Lebensmittel vor dem Müll. Auch in Bonn ist die Umweltinitiative seit 2012 aktiv. Dabei gilt: „Tafel first“ – die Tafeln haben bei den Lebensmittelrettungen immer Vorrang. Bei Foodsharing verteilen Ehrenamtliche Nahrungsmittel kostenlos und bedingungslos von privat zu privat – im Bekanntenkreis, in der Nachbarschaft, in Obdachlosenunterkünften und anderen Einrichtungen sowie über die Plattform foodsharing.de. Über öffentlich zugängliche Regale und Kühlschränke, sogenannte Fairteiler, stehen die Lebensmittel in vielen Städten und Gemeinden allen Menschen zur Verfügung.

Bildungs- und Aufklärungsarbeit ist ein zentraler Bestandteil des Engagements. Mit Schnippelpartys vor Ort, Infoständen und öffentlichen Vorträgen sowie Workshops in Vereinen, Schulen und Universitäten schafft Foodsharing Bewusstsein für nachhaltiges Handeln.

Quelle:

Amt für Presse, Protokoll und Öffentlichkeitsarbeit

Stadthaus,
Berliner Platz 2,
53111 Bonn

Ursprünglich veröffentlicht am 23.09.2026:
https://www.bonn.de/pressemitteilungen/september-2026/tag-der-lebensmittelrettung-in-bonn-am-26.september-2026.php

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