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Empfehlung: Afrikanische Literatur

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Cover We have a Gamechanger

Das Deutsch-Afrikanische Zentrum Bonn (DAZ) veröffentlicht freitags seine "Freitagspost". Seit Ende März weist es darin auf zum Teil aktuelle, vor allem aber für das Verständnis von Afrika wichtige Literatur hin. So zum Beispiel:

Aus der Dunkelheit ins strahlende Licht von der simbabwische Autorin Petina Gappah, 2019. Dazu schrieb die Informationsstelle Südliches Afrika Anfang 2020: "Die Geschichte, die der Roman über den sogenannten Entdecker und Missionar namens David Livingstone erzählt, der in Europa als fast mythische Legende angesehen wurde, ist ambitioniert und in seiner Perspektive – der Bwana Daudi genannte geradezu besessene Sucher nach den Quellen des Nils – ungewöhnlich. Denn Bwana Daudi ist zu Beginn des Romans bereits verstorben. Doch statt ihn vor Ort zu beerdigen, wird der Leichnam – auf Vorschlag seiner Köchin Halima – über mehr als 1.500 Meilen zum Indischen Ozean transportiert, um von da in seine Heimat überführt zu werden. Das gibt Petina Gappah gute Gelegenheit, die Vielzahl der Helfer Bwana Daudis zu präsentieren; sie schreibt gewissermaßen Geschichte von unten – aus dem Dunkeln –, weil ansonsten die 'Entdeckungsgeschichte' Afrikas durch Weiße oft genug aus der Perspektive von mit überlegenen Waffen ausgestatteten Weißen erzählt wird."

Herr der Krähen vom kenianischen Autor Ngugi wa Thiong'o, 2011. Für das DAZ ein Schlüsselwerk zum Verständnis der sozialen, politischen und wirtschaftlichen Verähltnisse Afrikas. "Eine Satire über den Prototyp des afrikanischen Despoten und eine Parabel auf die sozialen, politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse auf dem afrikanischen Kontinent und dessen Beziehungen zum Westen. Allein für dieses Werk hätte der Autor den Literatur-Nobelpreis verdient, aber er ist Afrikaner...".

Alle außer mir von der italienischen Autorin Francesca Mandri, 2018. Der Roman entblättert eine unglaubliche Familiengeschichte über drei Generationen hinweg und zeigt ein schonungsloses Porträt der italienischen Gesellschaft und der bisher verdrängten italienischen Kolonialgeschichte des 20. Jahrhunderts. Es geht um Äthiopien und Eritrea, verknüpft mit den gegenwärtigen politischen Konflikten und der Schlüsselfragen unserer Zeit: Was bedeutet es, zufällig im richtigen Land geboren zu sein, und wie entstehen Nähe und das Gefühl von Zugehörigkeit?

Morenga von Uwe Timm. In einer Neuauflage als Taschenbuch. Für das DAZ steht fest: Zum deutschen Kolonialismus gibt es keinen besseren Roman. Es geht um Johannes Gottschalk, ein junger deutscher Veterinär, der nach der Niederschlagung des Herero-Aufstandes 1904 nach Deutsch-Südwest-Afrika (Namibia) kommt und dort erfährt und erlebt, was deutsche Kolonialherrschaft für die Afrikanerinnen und Afrikaner bedeutet.

We have a Gamechanger – A Decade of Daily Maverick. Südafrika, 2019. Über die Entstehungs- und Wirkungsgeschichte der unabhängigen, investigativen Zeitung "Daily Maverick" (dailymaverick.co.za) ist dieses Buch erschienen. Die Zeitung zählt heute zu den einflussreichsten und intelligentesten Zeitungen des Landes – "allerdings nicht ohne eine unverhältnismäßig hohe Zahl von Morddrohungen, grauen Haaren und geleerten Bankkonten", so das DAZ. Weitere Informationen unter: 2019-10-02-we-have-a-game-changer.

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